Wie viele Tage braucht man für Marokko? Was in 5 Tagen, einer Woche, 10 Tagen oder 2 Wochen machbar ist
Sieben bis zehn Tage sind ideal für die erste Reise, doch die Entfernungen entscheiden: was in 5 Tagen, einer Woche, 10 Tagen oder 2 Wochen machbar ist und welche Fehler Tage kosten.
Von Ismail7 Min. Lesezeit
Für die erste Marokko-Reise sollten Sie 7 bis 10 Tage einplanen. Das reicht für Marrakesch, eine Nacht in der Sahara und die Medina von Fès, ohne dass Sie jeden Tag im Auto sitzen. Mit 4 oder 5 Tagen kombinieren Sie Marrakesch mit genau einer weiteren Landschaft (Wüste, Atlas oder Ozean); mit zwei Wochen kommen Chefchaouen und der Norden dazu, und Sie haben Zeit, in den Bergen oder an der Küste langsamer zu reisen.
Egal wie lang die Reise ist: Rechnen Sie den ersten und den letzten Tag höchstens als halbe Tage, denn bei einer kurzen Reise nehmen die Flüge den Großteil davon ein. Eine 5-Tage-Reise mit Ankunft am Abend und Rückflug am Morgen lässt Ihnen drei volle Tage.
Warum Marokko mehr Zeit braucht, als die Landkarte vermuten lässt
Auf der Karte bilden Marrakesch, Fès und die Dünen von Merzouga ein hübsches Dreieck. Auf der Straße kostet jede Seite fast einen ganzen Tag. Hier die wichtigsten Etappen mit Entfernungen und reinen Fahrzeiten ohne Pausen laut Routenplanern, gerundet. Mit Fotostopps, Mittagessen und Tanken dauert ein echter Reisetag 20 bis 40 % länger.
| Strecke | Entfernung | Reine Fahrzeit ohne Pausen |
|---|---|---|
| Marrakesch → Merzouga | etwa 560 km | 9–10 Std. |
| Marrakesch → Fès | etwa 530 km | 5–6 Std., über die Autobahn |
| Fès → Merzouga | etwa 470 km | 7–8 Std. |
| Marrakesch → Chefchaouen | etwa 570 km | 7–8 Std. |
| Fès → Chefchaouen | etwa 190 km | 3,5–4 Std. |
| Marrakesch → Essaouira | etwa 180 km | 2,5–3 Std. |
Drei Dinge machen die Tage länger:
- Bergstraßen. Der Weg von Marrakesch in die Wüste führt über den Hohen Atlas, über den Pass Tizi n'Tichka auf 2.260 Metern, auf einer Straße voller Serpentinen. Im Winter ist der Pass nach starkem Schneefall manchmal gesperrt, wie zweimal im Januar 2026, bis die Räumfahrzeuge die Fahrbahn freigemacht haben.
- Keine Bahn in den Süden. Das Schienennetz endet in Marrakesch. Züge verbinden Marrakesch, Casablanca, Rabat, Fès und Tanger, aber die Wüste, die Straße der Kasbahs, die Atlastäler und Essaouira erreichen Sie nur auf der Straße.
- Anreisetage. Autos kommen nicht in die Gassen der Medina, also gehen Sie das letzte Stück zum Riad mit Gepäck zu Fuß, und ein Flug, der um 21 Uhr landet, kostet Sie den Abend. Planen Sie für den Ankunftstag nichts Großes.
Was in Ihre Reisedauer passt
| Dauer | Was passt | Was wir weglassen würden | Weiterlesen |
|---|---|---|---|
| 4–5 Tage | Marrakesch plus eine weitere Welt: die Dünen von Merzouga auf einer 3-Tage-Tour, Zagora und ein Tag im Atlas, oder Essaouira und die Surfküste. Mit Hinflug nach Fès und Rückflug ab Marrakesch passt die Wüste zwischen die beiden Städte. | Fès und die Sahara zusammen bei einem Hin- und Rückflug nach Marrakesch; Chefchaouen | Marokko in 4 oder 5 Tagen |
| 1 Woche | Zwei Regionen plus Wüste: Fès → Sahara → Marrakesch als Einwegroute, eine Rundreise ab Marrakesch mit drei bis fünf Wüstentagen, oder Marrakesch, der Atlas und die Küste, wenn Sie auf die Wüste verzichten | Chefchaouen (kostet zwei Tage); Norden und Süden zusammen | Marokko in 7 Tagen |
| 10 Tage | Fès, die Sahara, die Straße der Kasbahs und Marrakesch in ruhigem Tempo, dazu entweder Chefchaouen oder mehr Zeit im Süden und in Essaouira | Chefchaouen und die Küste auf derselben Reise | Marokko in 10 Tagen |
| 2 Wochen | Der ganze Bogen: Tanger, Chefchaouen, Fès, zwei Nächte in der Sahara, Schluchten und Kasbahs, Marrakesch, dann eine Nacht im Atlas oder in Essaouira | Die Städte an der Atlantikküste; ein langer Trek | Marokko in 2 Wochen |
| 3 Wochen | All das plus die Atlantikküste (Asilah, Rabat, Oualidia, Essaouira), ein Trek oder das Draa-Tal auf dem Rückweg von den Dünen | Kaum etwas: Bleiben Sie nur zwei Nächte pro Etappe | Die Route entlang der Atlantikküste |
Jeder dieser Artikel enthält den Plan Tag für Tag. Die Tabelle geht von einem privaten Fahrer oder einer Tour für den Wüstenabschnitt aus: Mit dem Linienbus braucht die Direktverbindung Marrakesch–Merzouga etwa 12 Stunden, rechnen Sie also einen Tag mehr.
Wie viel Zeit für jeden Ort
Welche Städte sich lohnen, lesen Sie in unserem Artikel über die schönsten Städte Marokkos. Mit diesen Mindestzeiten planen wir:
- Marrakesch: zwei volle Tage für Paläste, Souks und Gärten; unsere Reiseroute für Marrakesch teilt sie auf.
- Fès: zwei Nächte, damit Sie einen ganzen Tag mit Guide in der Medina haben.
- Chefchaouen: eine oder zwei Nächte. Die Stadt liegt nah an Fès und Tanger und weit weg von allem anderen.
- Essaouira: ein langer Tagesausflug ab Marrakesch oder, besser, eine Nacht.
- Merzouga und die Dünen des Erg Chebbi: mindestens drei Tage ab Marrakesch, vier oder fünf ohne Hetze; die Route von Marrakesch nach Merzouga erklärt, warum.
- Zagora: zwei Tage ab Marrakesch, für kleinere Dünen.
- Der Hohe Atlas: ein Tag ab Marrakesch, eine Nacht in einem Dorf oder vier Tage für die Besteigung des Toubkal.
Ihre erste Marokko-Reise: die Route, die wir empfehlen
Wenn Ihre Flüge es zulassen, reisen Sie in eine Richtung: Ankunft in Fès (oder Casablanca), durch die Sahara und Rückflug ab Marrakesch. Sie sehen die beiden großen Königsstädte, die Wüste liegt dazwischen, und Sie fahren keine Strecke zweimal.
Das Rückgrat dieser Route ist unsere 3-tägige Wüstendurchquerung von Fès nach Marrakesch: die Zedernwälder des Mittleren Atlas und das Ziz-Tal, ein Kamelritt und eine Nacht im Camp bei Merzouga, die Todra-Schlucht und das Dades-Tal, dann Ait Ben Haddou und der Tizi n'Tichka hinunter nach Marrakesch. Zwei Nächte in Fès davor und zwei oder drei in Marrakesch danach, und Sie haben eine erste Reise von 8 bis 10 Tagen.
Ab Casablanca ist unsere 9-tägige Rundreise die vollständige Version: die Moschee Hassan II., Fès, eine Nacht in den Dünen, Rissani und die Berberdörfer Richtung N'Kob, ein Tag beim Brotbacken mit einer Berberfamilie, Ait Ben Haddou und die Kasbah von Telouet, dann Marrakesch. Sie kann statt in Casablanca auch in Marrakesch enden, und wir können eine Nacht in Chefchaouen einbauen.
Haben Sie Hin- und Rückflug nach Marrakesch, fahren Sie besser eine Runde: zwei oder drei Tage in der Stadt, dann in die Wüste und zurück, mit einer unserer Sahara-Touren ab Marrakesch über 2, 3 oder 5 Tage. Mit neun oder zehn Tagen passt Fès trotzdem: Nehmen Sie den Zug ab Marrakesch (etwa 7 Std.; die Bauarbeiten an der neuen Schnellfahrstrecke haben 2026 manche Fahrten verlängert, prüfen Sie also den Fahrplan) und kehren Sie durch die Wüste nach Marrakesch zurück.
Fehler, die Tage kosten
- Merzouga in zwei Tagen ab Marrakesch. Das sind 18 bis 20 Stunden Fahrt für eine einzige Nacht in den Dünen. Mit zwei Tagen fahren Sie besser nach Zagora: Unsere 2-Tage-Tour nach Zagora dauert mit Pausen etwa 7 Stunden pro Richtung.
- Chefchaouen als Tagesausflug ab Marrakesch. Es sind etwa 570 km pro Strecke. Besuchen Sie die Stadt von Fès oder Tanger aus, oder heben Sie sie für eine längere Reise auf.
- Jede Nacht ein anderes Bett. Jeder Ortswechsel kostet einen Vormittag: packen, auschecken, das Auto beladen. Zwei Nächte pro Stadt und mindestens eine in der Wüste machen die Reise viel entspannter.
- Ankunfts- und Abreisetag vergessen. Planen Sie die Medina von Fès oder einen Kochkurs nicht für den Abend Ihrer Ankunft.
- Die Jahreszeit ignorieren. Im Juli und August erreicht Ouarzazate nachmittags im Schnitt etwa 39 °C, deshalb beginnen Wüstentage im Morgengrauen und legen mittags eine Pause ein. Im Ramadan, voraussichtlich etwa vom 8. Februar bis 9. März 2027, wird alles ruhiger: Sehenswürdigkeiten schließen früher, die Nachmittage sind still, also lassen Sie etwas Spielraum.
Was zusätzliche Tage bringen
- Eine zweite Nacht in der Wüste, mit einem ganzen Tag rund um den Erg Chebbi, statt bei Sonnenuntergang anzukommen und im Morgengrauen wieder abzufahren.
- Eine Nacht in einem Atlasdorf statt eines Tagesausflugs: Die Berge sind am Abend und am frühen Morgen am schönsten.
- Eine Nacht in Essaouira, um Hafen und Stadtmauern zu erleben, wenn die Tagesausflügler wieder weg sind.
- Ein Trek: der Toubkal in 4 Tagen, oder 6 Tage am M'Goun (am besten Juni bis Oktober) oder im Jebel Saghro (Oktober bis April). Für Reisende mit spanischem Pass: Spanien rät seit dem Erdbeben von 2023 weiterhin von Reisen in die Provinz Al Haouz ab, zu der Imlil und der Toubkal gehören; prüfen Sie diesen Hinweis und Ihre Versicherung.
- Rabat und Meknès, die beiden anderen Königsstädte, mit den römischen Ruinen von Volubilis, auf dem Weg von Casablanca nach Fès.
Wo Sie an- und abreisen
Marrakesch hat die größte Auswahl an Direktflügen aus Europa, ab Dutzenden Städten, und hat 2025 erstmals über 10 Millionen Passagiere abgefertigt (Zahlen der Flughafenbehörde ONDA). Casablanca, etwas größer, ist das Drehkreuz von Royal Air Maroc, und dort landen die meisten Langstreckenflüge; wer aus den USA kommt, findet in unserem Artikel über Nonstop-Flüge nach Marokko die Verbindungen, inzwischen auch nach Marrakesch. Auch Fès und Tanger haben Direktflüge aus vielen europäischen Städten, darunter einige aus Deutschland, und genau das macht eine Reise in eine Richtung möglich: Ankunft in Fès oder Tanger, Abflug ab Marrakesch, ohne einen Tag für den Rückweg zu verlieren.
FAQ
Reichen 3 Tage für Marokko?
Sie reichen für Marrakesch und einen Tagesausflug, in den Atlas, nach Essaouira oder in die Agafay-Wüste. Für die Dünen von Merzouga reichen sie nicht, und wer noch eine 2-Tage-Tour nach Zagora unterbringt, hat kaum Zeit für die Stadt.
Kann man Marokko ohne Auto bereisen?
Die Städte ja: Züge verbinden Marrakesch, Casablanca, Rabat, Fès und Tanger, und Busse fahren weiter nach Essaouira und Chefchaouen. Wüste und Kasbah-Straße sind mit Fahrer oder Tour einfacher: Busse fahren dort selten und langsam und lassen die Stopps aus, die die Strecke lohnenswert machen.
Schicken Sie uns per WhatsApp Ihre Reisedaten, Ihre Flughäfen und was Ihnen am wichtigsten ist, und wir zeichnen die passende Route: als private, maßgeschneiderte Reise oder als Kombination der Touren oben.

